Nach dem Abitur stand für mich ein neuer Lebensabschnitt an.
Bei uns in der Nähe gab es keine passenden Unternehmen, die meinen Traumberuf ausbilden. So wurde der Start in die Arbeitswelt auch mit einem Umzug in eine neue Stadt und vielen neuen Unbekannten begleitet. Neue Umgebung, neue Leute, arbeiten statt Hausaufgaben, und so weiter…

Meinen Freunden, mit denen ich die letzten Jahre gemeinsam die Schulbank drückte, ging und geht es ähnlich.
Ein Teil von ihnen lebt noch dort, wo wir zur Schule gingen, ein Teil ist in andere Städte für die Uni oder Arbeit umgezogen. Wieder andere von ihnen leben auch in meiner neuen Heimat.

Wir versuchen uns in unregelmäßigen Abständen zu treffen. Dass wir aber wirklich mal alle auf einmal zusammen kommen, ist leider recht selten.
Allerdings versuchen wir eine Weihnachtstradition hoch zu halten und uns zumindest in der Zeit kurz vor Weihnachten zu treffen. Dann kommt jeder aus seiner Ecke nach Hause und feiert mit der Familie Weihnachten.

So auch Weihnachten 2015. Wir trafen uns am 23.12. zu einer schönen gemütlichen Weihnachtsfeier.

In diesem Jahr wichtelten wir.
Ich fand online den Wichtel-O-Mat*. Das ist eine Online-Plattform, die das „analoge“ Wichteln online abwickelt.

In diesem trägt man alle beteiligten Personen inkl. E-Mail-Adresse ein. Die Personen bekommen anschließend eine E-Mail geschickt und können eigene Wünsche und Nicht-Wünsche angeben und wandern anschließend in den Lostopf.

Sind alle abgegeben, erhält man eine E-Mail, wer der zu Beschenkende ist und welche Wünsche er vorher angegeben hat.
Das ist vor allem dann Praktisch, wenn man sich nicht so oft persönlich für eine Auslosung treffen kann.

Diese Vorbereitungen trafen wir vier Wochen vor Weihnachten und am 23.12. wurde dann „ausgewichtelt“. 🙂

Mein gewichtelter Gegenpart war eine angehende Lehrerin. Und was eignet sich da besser als ein schönes Stiftemäppchen?

Als Inspiration und Anleitung diente mir diese Anleitung** von aus der Dawanda-Nähschule.

Ich nähte das Mäppchen aus einem großen Stück Stoff eines bekannten schwedischen Möbelhauses.
Kurz nach Weihnachten deckten meine Freundin und ich uns nämlich mit Stoff und Kissenfutter von dort ein, um unsere ersten Nähprojekte, Kissenhüllen, zu nähen.

Davon hatte ich einiges an Reststoff. Am Anfang weiß man ja nicht so genau, wie viel man so braucht und dann „nehmen wir lieber ein bisschen mehr davon“.
Ich muss aber sagen, dass ich den Stoff echt mag, da er schön bunt, aber trotzdem recht neutral ist. Außerdem ist er sehr robust und ein schön stabiler Stoff, den man gut vernähen kann.

Als Innenfutter wählte ich roter Baumwolle aus dem gleichen Einkauf.

Aus diesem Stoff bastelte ich mir auch zwei Streifen Webband, die ich jeweils oben und unten befestigte. So hat man hier einen guten Griff, um den Reißverschluss bequem öffnen und schließen zu können.

Gefüllt wurde das gute Stück mit Studentenfutter, einem Rotstift und Tippex.
Ja, das passte alles ganz gut da hinein. 🙂

Noch heute ist es in der Schule dabei und wird fleißig genutzt.

Viele Grüße,
Silvia

*Werbung für eine kostenlose Website
**Werbung für eine kostenlose Nähanleitung

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