Beim letzten Besuch im Stoffladen war Marc mit. Wir stöberten also durch die Läden auf der Suche nach Stoff für das letzte Nähprojekt.
Marc kommt öfter mit und stöbert gerne mit mir durch die Ballen (also das ist zumindest mein Eindruck 😉 )

An einem Stoffregel blieb er stehen „was ist das denn für Stoff? Der sieht aber interessant aus“. Tja, keine Ahnung, wie man diesen Stoff nennt, aber schön aussehen tut er ja.
Im ersten Moment dachte ich, hier habe ich das erste mal einen Softshell-Stoff in der Hand, aber so ganz ist es das doch nicht. Aber ich denke, eine Jacke würde sich daraus ganz gut machen.

Letztens hatte ich erst das Schnittmuster jErik von Prülla* entdeckt. Das wäre doch ein Schnitt, den man dafür ausprobieren könnte. Also schnell die Stoffverbrauchsangaben im Stoffladen heruntergeladen.
Einschub: Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass man in Elektronikläden meist keinen Empfang hat? Ich denke ja, dass es daran liegt, dass man da nicht im Internet die Preise vergleichen soll. Aber warum ist der Handyempfang in einem Stoffladen so schlecht? Hier kann man doch schwierig Preise vergleichen und den Stoffverbrauch muss man doch öfters mal recherchieren.
Naja, dann wurden halt 2 Meter auf Verdacht gekauft.
Dazu passend ein langer und zwei kurze Reisverschlüsse.

Zu Hause kaufte ich dann erst einmal das Schnittmuster und schnitt entsprechend der Angaben zu.
Eine ungefütterte Jacke wie diese hat ja schon einige Schnittteile. Da bin ich ja mal auf meine erste Jacke mit Innenfutter gespannt. Das muss dann perfekt geplant werden. 😉
Die Taschen erhalten innen ein Futter.
Von meiner Schalmassenproduktion hatte ich noch zwei graue Stoffstücke übrig. Und diese passten einfach genau und haben scheinbar nur auf ihren Einsatz gewartet. 🙂

Das Nähen selbst ging gut von der Hand. Ich möchte meine Overlock nicht mehr missen.

Eine kleine Herausforderung war noch die Befestigung der Ösen an der Kapuze. Man oh man!
Das erste Ösenloch gehauen und die Öse hielt … nicht.
Daraufhin durchlöcherte ich erst mal einige Reststücke und Marc musste diese Aufgabe übernehmen. Er schaffte es recht gut und schnell die zwei Ösen im Stoff zu befestigen.

Ich finde sie echt schön gelungen.
Im Nachhinein würde ich den Reisverschluss unten bündig mit dem Saum abgeschlossen einnähen. Im Schnittmuster ist es zwar genau so vorgesehen, aber kürzen wollte ich die Jacke auch nicht, da sie dann sicher zu knapp geworden wäre.

Der Stoff ist auch ein wenig wasserabweisend.
Leider sieht man auch schon Gebrauchspuren (wobei das ja ein Zeichen dafür ist, dass die Jacke viel getragen wird). Aber an einigen Stellen rummelt sich der Stoff leider auf.

Viele Grüße,
Silvia

*unbeauftragte Werbung für ein selbstgekauftes Schnittmuster

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